Schwedisch Lappland im Winter - Die Reise geht weiter!
Nachdem wir im Herbst 2023 den „Indian Summer“ in Schwedisch-Lappland fotografiert hatten, wollten wir die gleiche Reise im Winter wiederholen. Im Februar 2025 war es schließlich so weit. Wir – drei begeisterte Fotografen und Naturliebhaber – waren gespannt, wie sich uns die Tundra und Taiga, die wilden Flüsse und Stromschnellen, die spektakulären Wasserfälle, die einsamen Seen, die uralten Wälder, die menschenleeren Moore und die hohen Gebirgszüge im tiefen Schnee zeigen würden.
Kaum in Luleå angekommen – es war bereits finster – zogen wir los, um die beleuchteten Häuser am Ufer der Ostsee zu fotografieren. Am nächsten Morgen, noch vor dem Frühstück und bei stockfinsterer Nacht, fuhren wir auf das zugefrorene Meer hinaus, um dort den Sonnenaufgang zu erleben. Als Nächstes besuchten wir die Stromschnellen Storfossen, deren gewaltige und ohrenbetäubende Wasserkraft wir noch in guter Erinnerung hatten. Diesmal bot sich uns ein völlig anderes Bild. An den Rändern hatten sich dicke Eisschollen gebildet, wo die Gischt aufschäumte, und in der Mitte rauschte der von der Kälte unbezwingbare Fluss zu Tal. Welch ein gewaltiger Anblick!
Bei der Weiterfahrt machten wir einen Stopp bei weiteren Stromschnellen. Im Sommer fließt hier neben dem Fluss wohl jede Menge Wasser einen Felsen hinunter. Jetzt aber hatten sich meterhohe Eiszapfen gebildet. Einige sind kristallklar, andere braun, vermutlich von den Sedimenten, die das Wasser mitbringt.
Unsere Unterkunft für die nächsten Tage war eine Lodge im Stora-Sjöfallet-Nationalpark. Da sie sehr zentral gelegen ist, konnten wir von hier aus in den nächsten Tagen viele fotografische Hotspots erreichen. In unmittelbarer Nähe der Lodge liegt der See Satisjaure. Der war um diese Jahreszeit zugefroren. Von dort schweift der Blick weit über den See zu den Bergen in der Ferne. Die Ruhe, die wir dort erlebten, übertrug sich auf die Bilder, die wir von dieser weitläufigen Landschaft machen konnten.
An einem der Tage hier in der Abgeschiedenheit unternahmen wir eine Wanderung über den zugefrorenen See Akkajaure zur Fjällstation Saltoluokta am Weitwanderweg Kungsleden. Von dort aus ging es hinauf zu einem Aussichtspunkt, der einen Blick über den See und die umliegende Landschaft bot.
Als wir nach dem Abendessen in der Dunkelheit unsere Hütte aufsuchten, trauten wir unseren Augen nicht. Der Himmel war mit grünen Schleiern überzogen – Nordlichter! Sie übten eine Faszination auf uns aus, der wir uns nicht entziehen konnten.
Am nächsten Tag erlebten wir am Ufer des Stausees Akkajaure ein weiteres, noch nie gesehenes Naturschauspiel. Wenn das Wasser zur Stromgewinnung abgelassen wird, sinkt der Pegel des Sees. Das dicke Eis bleibt jedoch stehen, sodass sich darunter Hohlräume bilden. Diese brechen ein, sodass die großen Felsen, die bei hohem Wasserstand nicht zu sehen sind, zwischen den aufbrechenden Eisplatten hervordringen. Vorsichtig bewegten wir uns auf dem glatten Eis und rechneten jederzeit damit, dass der Untergrund unter uns einbrechen könnte. Die Sonne, die nur gelegentlich zwischen den Wolken hervorkam, zauberte ein unwirkliches Licht auf diese Landschaft.
Da unsere Reise langsam zu Ende ging, mussten wir nach Kiruna aufbrechen, von wo aus wir wieder zurückflogen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch das legendäre Eishotel. Wir hatten viel Kitsch erwartet, wurden aber positiv überrascht von den vielfältigen Eisskulpturen und eisdekorierten Innenräumen, die von Künstlern geschaffen wurden und auch hohen Ansprüchen gerecht werden.
Kurz vor unserem Heimflug fuhren wir noch eine Strecke ab, die für Elchsafaris bekannt ist, da man hier häufig diese großen Tiere antreffen kann. Und tatsächlich konnten wir einige schöne Aufnahmen dieser stattlichen Spezies machen.
Die Zeit hier im Norden verging viel zu schnell. Wir werden nicht zum letzten Mal dort gewesen sein!
Einlass ab 19:00 Uhr
Abendkasse ab 19:00 Uhr