Geschlechtersensible Medizin gewinnt zunehmend an Bedeutung für eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung. Sie bezieht neben sozialen und psychologischen Aspekten auch Unterschiede in Symptomen, Krankheitsverläufen und Therapie ein. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zu einer zielgerichteten und gerechteren medizinischen Behandlung.
Am Mittwoch, 20. Mai 2026, um 18 Uhr lädt das Landratsamt Regensburg zur Veranstaltung „Geschlechtersensible Medizin im Fokus: Diagnosen, Versorgung, Therapie“ ein. Neben der Teilnahme vor Ort besteht auch die Möglichkeit, die Veranstaltung online zu verfolgen. Angesprochen sind insbesondere Ärztinnen und Ärzte sowie Pflege- und medizinisches Fachpersonal; zugleich sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
„Geschlechtersensible Medizin bezeichnet Humanmedizin unter besonderer Beachtung nicht nur der sozialen und psychologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau und des dritten Geschlechtes, sondern auch der unterschiedlichen Symptome, Ausprägungen und Therapieantworten von Krankheiten. Die Gendermedizin impliziert somit eine geschlechtsspezifische Erforschung und Behandlung von Krankheiten“, erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Martina Müller-Schilling, MHBA, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Regensburg.
Die Veranstaltung bietet sowohl einen fundierten Überblick als auch vertiefende Einblicke in zentrale Fragestellungen: Dr. Christiane Groß, M.A., Allgemeinmedizinerin und Ehrenpräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V., stellt den aktuellen Stand der Forschung vor. In weiteren Beiträgen beleuchten Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Martina Müller-Schilling, Univ.-Prof. Dr. med. Miriam Banas und Prof. Dr. med. Andrea Bäßler geschlechterspezifische Besonderheiten bei Lebererkrankungen, chronischer Nierenkrankheit und Herzschwäche. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion.
Organisiert wird die Veranstaltung in Kooperation der Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis Regensburg, des Universitätsklinikums Regensburg, der Universität Regensburg, des Staatlichen Gesundheitsamts von Stadt und Landkreis Regensburg sowie des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Gemeinsam verfolgen die Partnerinnen das Ziel, Geschlechtersensible Medizin stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und seine Relevanz für die medizinische Praxis hervorzuheben.
Der Termin liegt im zeitlichen Umfeld des 28. Mai, dem Aktionstag für Frauengesundheit.
Eine Anmeldung ist bis zum 18. Mai 2026 möglich unter:
https://www.landkreis-regensburg.de/anmeldung
Einlass ab 17.30 Uhr Uhr
Einlass ab 18.05.2026 Uhr
Sonderinfos
Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte* sowie Pflegepersonal/ med. Personal und Studierende. Interessierte sind zudem herzlich eingeladen.
(*Für die Veranstaltung werden 2 CME-Punkte bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt.)