Daria Moser, eine autodidaktische Malerin aus Russland, lässt sich in erster Linie von ihren Lebenserfahrungen inspirieren. Ihre Träume, Ängste, Fantasien und Hoffnungen verweben sich mit ihrer Vergangenheit und bilden den Kern ihrer Kunstwerke.
Nach einem traumatischen Ereignis im Jahr 2023, als Daria einen versuchten Femizid durch ihren Ehemann überlebt, wird die Malerei für sie zu einem therapeutischen Ventil. Ihre Kunst ist vom Streben nach Heilung motiviert. Sie ermöglicht ihr, sich mit ihrem Schatten-Selbst und ihren Emotionen auseinanderzusetzen und ihr Selbstbewusstsein zurück zu erlangen.
„Die neue Ausstellung Different Creature ist eine Sammlung von Acrylgemälden, die einen Wendepunkt auf meinem künstlerischen und persönlichen Weg markieren. Die Werke erzählen
nicht mehr vom Schmerz, sondern von der stillen Kraft, die daraus hervorging – vom Werden zu etwas Ungewohntem, Sanfterem, Stärkerem und auf neue Weise Ganzem. Jedes Bild ist ein Moment der Verwandlung: eine Einladung, sichtbare und unsichtbare Narben anzunehmen und darin wieder Schönheit, Ruhe und Farbe zu entdecken.“ Daria Moser
Häusliche Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem extremen Ausmaßes bei dem von einem hohen Dunkelfeld auszugehen ist.
Femizid bezeichnet die gezielte Tötung einer Frau, weil sie weiblich ist, als äußerste Form geschlechtsspezifischer Gewalt, oft aus patriarchalen Motiven wie Macht, Kontrolle und Besitzanspruch. Diese Tötungsdelikte sind meist das Ergebnis tief verwurzelter gesellschaftlicher Strukturen, werden meist von (Ex-) Partnern begangen und sind eine Form von Frauenfeindlichkeit. Die Benennung als Femizid macht diese Taten sichtbar und betont ihren systemischen Charakter.
Die Ausstellung ist bis zum 15. März 2026 im Hudetz-Turm im Schloss Wiesent zu sehen.
Ein Projekt der Gleichstellungsstelle Landkreis Regensburg.